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Eine Epoxidharz-Rohrsanierung erzielt dauerhafte Ergebnisse — aber nur dann, wenn jeder Schritt fachgerecht ausgeführt wird. Fehler, die eine Beschichtung zerstören, sind am Ausführungstag häufig nicht erkennbar. Sie zeigen sich erst Jahre später, wenn die Beschichtung bereits delaminiert ist und der Auftraggeber eine erneute Maßnahme fordert. Im Folgenden werden die fünf Fehler vorgestellt, die auf Baustellen am häufigsten auftreten — und warum jeder einzelne ausreicht, um ein gesamtes Projekt zu gefährden.

Warum Fehler bei der Epoxidharz-Rohrsanierung nicht sofort sichtbar sind

Eine frisch aufgebrachte Epoxidharz-Beschichtung sieht immer gleich aus — es gibt keinen visuellen Test, der am Ausführungstag eine korrekte von einer fehlerhaften Applikation unterscheidet. Der Unterschied wird erst sichtbar, wenn die Beschichtung beginnt nachzugeben. Bis dahin hat der Auftraggeber keinen Anlass zur Besorgnis, und der ausführende Betrieb hat längst ein neues Projekt begonnen. Genau dieses zeitliche Auseinanderfallen von Ursache und Wirkung macht Fehler bei der Epoxidharz-Rohrsanierung so kostspielig.

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häufigste Fehler auf Baustellen
#1
Ursache nach unserer Praxiserfahrung — unzureichende mechanische Reinigung der Rohrwandung
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Kamerakontrollen als objektiver Nachweis: vor der Reinigung, nach der Reinigung, nach der Aushärtung
Drei NoDig Maschinen für die Hochgeschwindigkeits-Kettenreinigung von Rohren

Die fünf Fehler — und warum jeder einzelne ein Projekt gefährdet

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Unzureichende mechanische Reinigung der Rohrwandung

Epoxidharz haftet an der Rohrwandung — aber nur an einer mechanisch vorbereiteten Wandung ohne Rückstände. Kalkablagerungen, Korrosion und Biofilm, die chemisch an das Rohrmaterial gebunden sind, lassen sich durch Hochdruckspülung nicht entfernen. Spülen entfernt lose Ablagerungen und Verstopfungen, kann jedoch chemisch gebundene Beläge nicht abrasiv abtragen. Die Methode, die eine Rohrwandung am zuverlässigsten auf das für dauerhaftes Epoxidharz-Relining erforderliche Niveau vorbereitet, ist die Hochgeschwindigkeits-Kettenfräsung.

Wird die Reinigung übersprungen oder nur unvollständig durchgeführt, erreicht die Beschichtung an Stellen mit verbleibenden Ablagerungen nicht die vorgesehene Haftfestigkeit. Die Oberfläche kann unmittelbar nach der Applikation einwandfrei aussehen, doch unter hydraulischer Belastung und thermischen Wechselbeanspruchungen kommt es zur Delamination.

Rotierender Kettenkopf entfernt Kalkablagerungen und Korrosion von der Rohrwandung
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Applikation auf feuchter oder nicht konditionierter Rohrwandung

Standard-Epoxidharze vertragen keine Feuchtigkeit auf der Applikationsfläche — das ist keine Vorsichtsmaßnahme, das ist Chemie. Feuchtigkeit kann durch aktiven Zufluss in Folge unvollständiger Absperrung des Haltungsabschnitts entstehen, durch Kondensation oder durch unzureichendes Trocknen nach der Reinigung.

Die Folge ist dieselbe wie bei unvollständiger Reinigung: Die Beschichtung erreicht nicht die geplante Haftfestigkeit. Das Problem: Restfeuchte auf der Rohrwandung ist mit bloßem Auge nicht immer erkennbar — eine visuelle Beurteilung reicht nicht aus. Ein Trocknungs- und Konditionierungsprotokoll muss definiert und vor jeder Applikation konsequent eingehalten werden.

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Fehlende Kontrollbefahrung vor der Applikation

Zwischen mechanischer Reinigung und Epoxidapplikation gibt es einen Schritt, der wegen Zeitdrucks häufig weggelassen wird: die Kamera-Kontrollbefahrung des Haltungsabschnitts. Ohne sie lässt sich nicht objektiv feststellen, ob die Reinigung eine gleichmäßige, haftfähige Oberfläche erzeugt hat — oder ob Stellen mit Rückständen verblieben sind.

Jede solche Stelle wird zu einem künftigen Versagenspunkt der Beschichtung. Die Kontrollbefahrung ist keine Formalität — sie ist der einzige objektive Nachweis dafür, dass die Wandung für die Applikation bereit ist, und sie ist Teil der Projektdokumentation, die dem Auftraggeber eine Grundlage für die Abnahme bietet.

TV-Aufnahme der Rohrwandung vor der Sanierung — Ablagerungen und Unebenheiten erkennbar
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Applikation ohne vorherige TV-Inspektion

Bei eiligen Einsätzen wird häufig davon ausgegangen, dass der Zustand der Leitung bekannt ist — und die TV-Voruntersuchung entfällt, weil „ohnehin gereinigt und saniert werden muss“ Ohne Voruntersuchung ist jedoch unbekannt, welcher Kettenfräskopf für die Reinigung geeignet ist, ob die Wandung für Epoxidharz-Relining tauglich ist, wo Seitenzuläufe liegen, die nach der Beschichtung wieder geöffnet werden müssen, und ob strukturelle Schäden vorliegen, die eine andere Sanierungsmethode erfordern.

Der Fehler ist nicht nur technischer Natur — er kann dazu führen, dass ein Abschnitt beschichtet wird, für den eine andere Sanierungsmethode notwendig gewesen wäre, was verlorenes Geld und ein ungelöstes Problem bedeutet.

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Verfrühte Inbetriebnahme nach der Beschichtung

Epoxidharz benötigt eine bestimmte Aushärtezeit, bevor es hydraulische Belastungen aufnehmen kann. Die Aushärtegeschwindigkeit hängt von den örtlichen Bedingungen ab. Wird vor vollständiger Polymerisation Wasser durch den sanierten Abschnitt geleitet, kann die noch frische Beschichtung beschädigt werden.

Die abschließende TV-Inspektion — die Qualität und Kontinuität der Beschichtung objektiv bestätigt — sollte erst nach vollständiger Aushärtung des Epoxidharzes durchgeführt werden. Aushärtezeiten müssen auf die tatsächlichen Baubedingungen abgestimmt werden, nicht auf Laborannahmen.

TV-Aufnahme nach der Sanierung — glatte, durchgehende Epoxidharz-Beschichtung

Was alle fünf Fehler gemeinsam haben

Jeder dieser Fehler sieht am Ausführungstag wie eine einwandfreie Leistung aus. Es gibt am Tag der Applikation keinen visuellen Test, der eine korrekte von einer fehlerhaften Beschichtung unterscheidet. Die einzige systematische Antwort darauf ist Dokumentation: TV-Voruntersuchung, Reinigungsprotokoll, Kontrollbefahrung, Applikationsprotokoll und abschließende TV-Abnahme. Ohne diese Unterlagen haben weder Sie noch der Auftraggeber eine nachprüfbare Grundlage zur Beurteilung der Ausführungsqualität.

Ein Fehler, der nicht sichtbar ist, ist kein Fehler, den Sie vermieden haben — es ist ein Fehler, dessen Rechnung noch aussteht.

Hochgeschwindigkeits-Rohrreinigung — Maschinen und Einsatzbereiche Epoxidharz-Rohrsanierung — ProLight und BSE-System Weiterlesen: Der vollständige Sanierungsablauf — von der Inspektion bis zur Dokumentation

Technik, die Ursachen beseitigt — nicht nur Symptome

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Häufig gestellte Fragen

Reicht Hochdruckspülung zur Vorbereitung der Rohrwandung für Epoxidharz-Relining aus?

Nein. Hochdruckspülung entfernt lose Ablagerungen und Verstopfungen, kann jedoch chemisch gebundene Beläge auf der Rohrwandung nicht mechanisch abtragen. Für die Haftung, die für ein dauerhaftes Epoxidharz-Relining erforderlich ist, ist eine Hochgeschwindigkeits-Kettenfräsung unerlässlich — Spülen allein ist kein Ersatz.

Wie kann ein Auftraggeber die Qualität einer ausgeführten Epoxidharz-Rohrsanierung prüfen?

Der einzige objektive Nachweis ist eine abschließende TV-Inspektion nach vollständiger Aushärtung des Epoxidharzes, ergänzt durch eine Übergabedokumentation mit Reinigungsprotokoll, Kontrollbefahrung und Applikationsprotokoll. Ohne diese Dokumentation gibt es keine Möglichkeit, die Ausführungsbedingungen nachträglich zu überprüfen.

Kann eine fehlerhaft aufgebrachte Epoxidharz-Beschichtung repariert werden?

Das hängt vom Ausmaß des Problems ab. Einzelne Schwachstellen können in manchen Fällen lokal saniert werden; eine großflächige Delamination erfordert jedoch in der Regel eine vollständige Neuapplikation einschließlich erneuter Wandungsvorbehandlung.

Warum ist die Kontrollbefahrung zwischen Reinigung und Beschichtung so wichtig?

Weil es am Tag der Applikation keinen visuellen Test gibt, der unvollständige Reinigung oder Restfeuchte an der Rohrwandung zuverlässig aufdeckt. Die Kamera-Kontrollbefahrung ist der einzige objektive Zwischenschritt, der bestätigt, dass die Oberfläche für die Epoxidapplikation bereit ist.